Eine Geschichte der Innovation

Lebensrettende Herzdefibrillatoren und mobile Defibrillationstechnologie seit vielen Jahren

1960er

Die Entwicklung des ersten mobilen Defibrillators beginnt

Der Mitbegründer von HeartSine, Professor John Anderson (M.Phil., Ph.D. in Medizintechnik) wurde gebeten, die Arbeitsgruppe für Biomedizinische Technik am Royal Victoria Hospital zu gründen. Dort leitete er die Entwicklung des weltweit ersten mobilen Defibrillators und setzte das Know-how des Krankenhauses zugunsten einer besseren Patientenbehandlung in die Praxis um. Das Ergebnis eröffnete eine völlig neue Dimension der weltweiten Notfallversorgung, von der wir noch heute profitieren.

1966

Weltweit erste mobile Koronarstation

Unter der medizinischen Leitung von Dr. Frank Pantridge und Dr. Geddes wird im Royal Victoria Hospital-Belfast (RVH) die weltweit erste mobile Koronarstation eingerichtet, die mit dem weltweit ersten tragbaren Defibrillator ausgestattet ist und die Behandlung von Herzinfarkten außerhalb des Krankenhauses ermöglicht.

Mit einem Gewicht von knapp 50 kg ist das Gerät sperrig und umständlich zu bedienen. Dennoch beobachtet man bald eine deutliche Verbesserung des Behandlungserfolges bei Patienten mit plötzlichem Herzstillstand. Dem Team wird rasch klar, dass für eine flächendeckende mobile Herzversorgung leichte, batteriebetriebene Defibrillatoren erforderlich sind.

Das sogenannte „Belfaster Vorbild“ wurde zu einem Modell für die Notfallversorgung, das schnell in der gesamten westlichen Welt übernommen wurde. Mobile Koronarstationen werden nach dem Belfaster Vorbild entwickelt und für den Einsatz in zahlreichen Ländern adaptiert.

1967

Erster tragbarer batteriebetriebener Defibrillator

Professor John Anderson schließt sich dem RVH-Team an und arbeitet in enger Zusammenarbeit mit American Optical an der Entwicklung des weltweit ersten wirklich tragbaren, batteriebetriebenen Defibrillators. Mit einem Gewicht von knapp 20 kg ist der neue Defibrillator weniger als halb so schwer wie die früheren Inverter.

1971

Der tragbare 15-Defibrillator von Pantridge verwendet eine neue Wellenform

Im Zuge der Fortschritte bei den Materialien zur Gewichtsverringerung werden auch andere Technologien in die Defibrillatoren integriert, um eine wirksame Schocktherapie mit geringerer Energie zu ermöglichen. Dadurch konnte das Gewicht weiter verringert werden, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Anderson et. al. entwickeln eine neue Wellenform, die mit dem Pantridge Portable 15 Defibrillator auf den Markt kommt, einem Gerät, das nur 6,8 kg wiegt. Dieses Gerät verfügt über NiCd-Akkus, die bis zu 70 Schocks abgeben können. Dieses zuverlässige Instrument hält sich bis 1974 als Behandlungsstandard für mobile Stationen.

1972

CORA mit Sprachkanalspur gestartet

Das Team von Anderson geht nun neue Herausforderungen an: Eine mobile kontinuierliche EKG-Überwachung bis zum Eintreffen des Patienten im Krankenhaus und Aufzeichnung von Ereignisdaten zur Überprüfung.

Ein neues, vollständig integriertes Gerät mit EKG-Anzeige und Ereignisaufzeichnung wird entwickelt. Dieses Gerät wiegt ca. 5,5 kg. Das als CORA (Combined Oscilloscope & Recording Apparatus) bezeichnete System ist das erste mobile System, das auch über eine Sprachkanalspur verfügt, damit Ersthelfer Kommentare, Informationen über Medikamente und den Patienten usw. aufzeichnen können.

Zudem ist ein neues „Fast-Scan“-System integriert, mit dem eine zweistündige Patientenaufzeichnung in fünf Minuten gescannt werden kann. Die drei Hauptvorteile dieses Systems sind geringes Gewicht, kontinuierliche Aufzeichnung und wiederverwendbare Tonbänder.

1973

Leichter tragbarer Defibrillator

Unter Professor Anderson werden die Materialien weiterentwickelt, um eine drastische Gewichtsreduzierung zu ermöglichen: Der erste wirklich leichte, tragbare Defibrillator für Rettungsdienste wird hergestellt. Das Gerät wird nach den Spezifikationen des Royal Victoria Hospital Belfast entwickelt und als Prototyp hergestellt. Es wiegt ca. 3,5 kg und ist somit deutlich leichter als alle anderen verfügbaren Geräte weltweit. Allein in den USA wurden 600 Stück verkauft.

1980

Eine Reihe von Premieren

Anderson meldet eines der ersten Patente für die automatische Erkennung von Kammerflimmern an. Dieser Algorithmus, das „Herzstück“ aller heute auf dem Markt befindlichen AED, bietet die für die Entwicklung der ersten AED erforderliche Sensitivität und Spezifität.

Anderson und sein Team sind federführend bei der Designweiterentwicklung, die zu den aktuellen Defibrillatormodellen weltweit geführt hat. Zahlreiche Patente folgen. Folgende Innovationen gehen auf das Belfaster Team zurück:
Erster mobiler Herzdefibrillator
Erstmaliger Einsatz von Folienkondensatoren für mehr Effizienz und weniger Gewicht
Entwicklung des ersten Minikondensators im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem CSI in Kanada
Erster wirklich tragbarer Defibrillator in einem Transportkoffer
Eines der ersten wiederaufladbaren Systeme mit integrierter Druckfunktion
Erster Herzdefibrillator, der über ein Telefonsystem mit einer Basisstation verbunden werden konnte
Patent für einen Wellenformalgorithmus mit einem Entscheidungsbaum für Defibrillatorschocks, der auch heute noch in externen und internen Defibrillatoralgorithmen zur Anwendung kommt
Entwicklung der ersten Flachbildschirmanzeigen
Frühe Version eines Tonbandgeräts, das in Systeme zur Sprachaufzeichnung eingebaut wurde
Erstes Gerät mit IP56-Zertifizierung und 7 Jahren Garantie
Patentierte Pad-Pak Technologie, die Elektroden und Lithium-Mangan-Batterie in eine Einwegeinheit packt und die Anwendung vereinfacht

1981

Erster AED in Nordirland

Anderson ist federführend an der Entwicklung des ersten AED in Nordirland beteiligt. Das Gerät verfügt über eine Flachbildschirmanzeige, Ablese- und Aufzeichnungsmöglichkeiten.

1998

Anderson bringt HeartSine auf den Markt

John Anderson inspiriert eine Gruppe von Innovatoren und Investoren zur Gründung von HeartSine, um die Entwicklung von tragbaren Herzdefibrillatoren ausgehend von seinem frühen „Belfaster Vorbild“ weiter voranzutreiben.

2001

HeartSine bringt den ersten samaritan AED auf den Markt

HeartSine entwickelt den ersten samaritan AED. Dieses leichte Gerät mit Smart-Akku-Technologie, großem Display für die EKG-Kurve sowie grafischen (und schriftlichen) Anweisungen stützt sich auf die neue SCOPE-Wellenformtechnologie. Sprachanweisungen führen Benutzer durch die richtige Bedienung des Geräts.

2004

HeartSine stellt das erste samaritan PAD vor

HeartSine präsentiert den samaritan PAD (Public Access Defibrillator), eine leichtere und fortschrittlichere Version seines Vorgängers. Der samaritan PAD wiegt nur 1,1 kg und nutzt ausgeklügelte Algorithmen, um den Herzrhythmus des Patienten automatisch zu erkennen und nur bei Bedarf einen Schock abzugeben. Er liefert audiovisuelle Anweisungen während der Wiederbelebung, einschließlich einer Anleitung für die Herzdruckmassage, und zeichnet sich durch eine vereinfachte Benutzeroberfläche mit nur zwei Tasten aus: Ein/Aus und Schock.

2006

HeartSine samaritan PAD 300P bietet pädiatrische Fähigkeiten

HeartSine bringt den samaritan PAD 300P auf den Markt, seinen ersten AED, der sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet ist.

2008


HeartSine stellt den ersten Einweg-AED vor

HeartSine bringt den HeartSine samaritan  PDU 400 auf den Markt, den ersten Einweg-AED für den Einmalgebrauch. Dieser einzigartige AED, der kleiner und leichter als frühere HeartSine Geräte ist, zeichnet sich durch eine hohe IP-Schutzart, eine Niedrigenergie-Wellenform und einen Algorithmus zur VT-Erkennung aus.

2010

Erster AED, der Kraft- und Frequenzfeedback nur unter Verwendung der Elektroden bereitstellt

HeartSine setzt seine lange Innovationsgeschichte fort und präsentiert den HeartSine samaritan PAD 500P mit ICG-basiertem CPR Advisor auf dem internationalen Markt – der erste AED, der Feedback zur Frequenz und Stärke der Herzdruckmassage nur über die Elektroden liefert. Dieser AED stützt sich auf ein Impedanzkardiogramm (ICG), um festzustellen, ob die HLW innerhalb der von den AHA/ERC-Leitlinien empfohlenen Bereiche durchgeführt wird. 
(Hinweis: Der HeartSine samaritan PAD 500P ist nicht in den USA erhältlich.)

2011

Die Lebensdauer von Pad-Pak verdoppelt sich auf 4 Jahre

Die Batterieleistung der innovativen Batterie-Elektroden-Kombikassette Pad-Pak zum Einmalgebrauch für den samaritan PAD erhöht sich: Seit ihrer Einführung hat sie sich auf vier Jahre vedoppelt.

2013

SAM 350P ersetzt frühere Version

HeartSine bringt den HeartSine samaritan PAD 350P auf den Markt und erweitert seine Produktlinie tragbarer und klinisch fortschrittlicher AED.

2014

HeartSine bringt seinen ersten vollautomatischen AED auf den Markt

HeartSine präsentiert den HeartSine samaritan PAD 360P, den ersten vollautomatischen AED des Unternehmens.

2015

Markteinführung von SAM 450P und Erwerb von HeartSine

HeartSine introduces the HeartSine samaritan PAD HeartSine präsentiert den HeartSine Samaritan PAD 450P mit CPR Rate Advisor mit audiovisuellem Feedback in Echtzeit zu Stärke und Frequenz der Herzdruckmassage während eines plötzlichen Herzstillstands, um den Ersthelfer durch den Wiederbelebungsprozess zu leiten.

HeartSine wird von Physio-Control übernommen und bietet damit das breiteste AED-Produktportfolio auf dem Markt.

2016

HeartSine tritt der Stryker-Familie bei

Physio-Control wird von Stryker übernommen.

2017

HeartSine AEDs erhalten als erste PMA

Die FDA erteilt den SAM 350P, SAM 360P und SAM 450P von Heartsine das erste Premarket Approval für einen AED. Das Pad-Pak, Pediatric-Pak, TSO/ETSO-zertifizierte Pad-Pak und die Saver EVO Software von HeartSine erhalten ebenfalls ein Premarket Approval. Der vollautomatische AED SAM 360P kommt in den USA auf den Markt.

2018

HeartSine Gateway ermöglicht Konnektivität

Die HeartSine Connected AED  – SAM 500P Connected AED (außerhalb der USA erhältlich), SAM 450P Connected AED, SAM 350P Connected AED und SAM 360P Connected AED – feiern ihre Premiere: Sie bieten WLAN-Konnektivität zum LIFELINKcentral AED program manager für schnelle Einsatzbereitschaft.

HeartSine Gateway sorgt für die Drahtlosverbindung, die den AED program managers eine einfache Verwaltung mehrerer HeartSine AED über einen oder mehrere Standorte anhand der Lieferung von Remote-Bereitschaftsinformationen über die einzelnen AED ermöglicht. HeartSine Gateway ist mit HeartSine AED Modellen ab 2013 kompatibel.

2019

HeartSine erweitert globale Reichweite

HeartSine AEDs are made available in Estonia, HeartSine AED sind in Estland, Lettland und Litauen erhältlich, wodurch sich die Zahl der Länder, die Leben mit HeartSine AED retten, auf 67 erhöht.

HeartSine SAM 450P mit CPR Rate Advisor kommt in Japan auf den Markt.

2021

HeartSine erhält die Zulassung für den ersten vollautomatischen AED in Japan

HeartSine samaritan PAD 360P ist der erste vollautomatische AED, der von der japanischen Behörde für Arzneimittel und Medizinprodukte (PMDA) zugelassen wird.

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